Torsten Goerke · Katharina Hammel · Sabine Barthold · Sandra Hummel
17.09.2026 · 13:00–14:20 · Raum MS1.303
KI-Systeme werden mächtiger — Nutzende und Lerngemeinschaften verlieren zugleich die Fähigkeit, ihre Bedingungen mitzugestalten.
Vier Perspektiven:
Wie muss sich UX-Denken verändern, wenn das Interface nicht mehr gestaltet, sondern generiert wird?
UX gestaltet, welche Handlungsmöglichkeiten für Nutzende sichtbar und verständlich werden. Entstehen diese situativ, muss UX auch nachvollziehbar und beeinflussbar machen, wie dieser Handlungsraum überhaupt entsteht.
Ermächtigen Vibe-Coding und Low-Code Nutzende wirklich, oder verschiebt sich die Abhängigkeit nur eine Ebene weiter?
Vibe-Coding senkt die technische Einstiegshürde — aber nicht die konzeptuelle. Agency beginnt vor dem Prompt: Habe ich die Sprache, um zu sagen, was ich will?
Was lernen Gemeinschaften, die ihre eigenen KI-Werkzeuge konfigurieren — und was können Plattformen ihnen nicht beibringen?
Sobald eine Gemeinschaft entscheidet, was ihr KI-Assistent tun soll und was nicht, ist das ein politischer Moment. Folk Tech ist kollektive Selbstbestimmung, keine Bastel-Nische.
Wie sieht KI aus, die wirklich in einen Bildungskontext eingebettet ist — und was verhindert, dass wir diese KI bekommen?
Situierte KI bedeutet: Affordanzen entstehen aus der Lerngemeinschaft, nicht aus dem Produktteam. Technisch machbar — es fehlen institutionelle Strukturen und das Wissen, wie man anfängt.
Ein Platz im inneren Kreis bleibt frei. Setzt euch dazu, bringt in 2–3 Minuten eine These oder einen Widerspruch ein, und gebt den Platz danach wieder frei.
Notiert eure These oder euren Dissens auf einer Karte.
Diese Sitzung wird als Audio aufgezeichnet und zu einer Positionslandkarte ausgewertet. Bitte kurz einwilligen, bevor wir anfangen — dauert eine Minute.
Ein offenes, gemeinsam bearbeitbares Dokument — Feedback, Nachgedanken, Dissens, jederzeit während oder nach der Sitzung. Kein Login nötig.